Energiequiz 2015

Das Energie-Quiz ist vorbei -
das Wissen bleibt.

Wir bedanken uns bei allen Energiespar-Fans für Ihre Teilnahme
und gratulieren allen Gewinnerinnen und Gewinnern.

Wir wollen dieses Jahr allen Energiesparfans die Möglichkeit bieten,
beim Energiesparen immer ganz vorne dabei zu sein.
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Fragen kostet ja bekanntlich nichts. Beim Energiesparen nicht nachzufragen kann hingegen schon etwas kosten, man zahlt womöglich auch noch etwas drauf.
Die Beantwortung auf deine Fragen wurde unterstützt von "die umweltberatung" Wien.

Umweltberatung
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  • Frage von: Johanna | 1010

    Wie viel Energie (alles zusammen gerechnet) braucht es, um eine Photovoltaikanlage zu bauen (Herstellung, Lieferung, Aufbau,...)?

    Das ist abhängig von der Größe und Art der Anlage, wobei über Lieferungsenergie und graue Energie keine Angaben zu finden sind. Der Anteil der grauen Energie von PV-Modulen bzw. Komponenten ist davon abhängig ob mit dem europäischen Kraftwerksmix oder wie im asiatischen Raum mit hohem Kohlestromanteil produziert werden und welche Transportwege für den Zusammenbau der Einzelkomponenten anfallen. Um einen Vergleich ziehen zu können müssten von allen Herstellern Ökobilanzen vorhanden sein. Es gibt inzwischen Hersteller die auch bei der Produktion auf die Ökologie achten, in dem erneuerbare Energie verwendet wird oder Prozesse optimiert werden um z.B. den Wassereinsatz zu verringern.

    Bei Studien wurden für multikristalline Module (3,12 kW) unter verschiedensten Annahmen für die Modulproduktion ein kumulierter Energieaufwand von 2.638 Kilowattstunden Primärenergie errechnet, der einer Primärenergievermeidung  von 2.646 Kilowattstunden pro Kilowatt Modulleistung gegenübergestellt wurde. Bei einer Stromproduktion von 900  Kilowattstunden pro Kilowatt Anlagenleistung holt das Modul die gesamte zu seiner Herstellung aufgewendete Energie in weniger als einem Jahr wieder herein. Noch besser sind die Ergebnisse für monokristalline Module. Der Primärenergieaufwand pro Quadratmeter Modulfläche wurde mit 2.332 Kilowattstunden errechnet. Die Energierücklaufzeit liegt bei knapp über zehn Monate. Bei amorphen Modulen wurde der kumulierte Energieaufwand mit 1.298 Kilowattstunden beziffert. Die sogenannte energetische Amortisation von Mono- bzw. Polykristallinen Modulen liegt bei 1,5 bis 2,5 Jahren. Das bedeutet, dass innerhalb dieser Zeit der Energieeinsatz für die Produktion von der PV-Anlage produziert wurde.

    http://www.schletter.de/files/addons/docman/solarmontage/allgemeineinformationen/Energier%FCcklaufzeit%20Anlagen_I112202DE.pdf  

  • Frage von: Stefanie | 1110

    Wieviel Strom könnte man ca. an einem Tag in ganz Wien sparen, wenn die Beleuchtungen aller Wohnhäuser mit Bewegungsmeldern bzw. Zeitschaltuhren ausgestattet wären?

    Nehmen wir ein Einsparpotential von 50% an (die Literatur schwankt je nach Einsatzbereich zwischen 20 und 90%), kann man an einem Tag in ganz Wien ca. 518.630 kWh einsparen (Stand 2012).
    Bewegungsmelder sind vor allem im Stiegenhaus, Keller/Garage, als Wegbeleuchtung innen und außen, im Türeingang und bei Nebeneingängen sinnvoll. Präsenzmelder im WC, in Wohnräumen sowie Büros. Präsenzmelder mit Konstantlichtregler haben das höchste Einsparpotential.
    Berechnung: 2012 wurde in Österreich für die Beleuchtung pro Haushalt und Jahr durchschnittlich 446kWh verbraucht, macht bei 848.879 HH in Wien 2012 in Summe ca. 379 GWh, d.h. ca. 189 GWh hätten bei einem Einsparpotential von 50% in Wien pro Jahr eingespart werden können. Zum Vergleich: Das Kraftwerk Nußdorf erzeugt pro Jahr 24.6 GWh Regelarbeit pro Jahr.

  • Frage von: Mario | 1220

    Wie effizient ist ein Gasherd beim Wasserkochen? Ist es besser, einen elektrischen Wasserkocher zu verwenden? Ändert sich diese Einschätzung, wenn ich Ökostromkunde bin?

    In Bezug auf die Geschwindigkeit ist der Wasserkocher schneller, weil die Wärme direkt von der Heizspirale an das Wasser abgegeben wird. Beim Erwärmen am Gasherd wirkt die Wärme erst auf den Topf und dann auf das Wasser.

    Betrachtet man die Kosten, ist Strom um den Faktor 2,5 teurer ist als Gas. Die erforderliche Energiemenge, um 1 Liter Wasser zum Kochen zu bringen, ist etwa 0,104 kWh. Da wird es trotz der "Verlustgröße Topf“ günstiger sein, das Wasser am Gasherd zu erwärmen.

    Ökologisch betrachtet ist es natürlich besser, erneuerbaren Energien zu nutzen anstatt fossiler Energie.

  • Frage von: René | 1130

    Ist es korrekt, dass WLAN-Verteilstationen z.B. an den Bahnstrecken einen relativ geringen Wirkungsgrad haben und Wärme weggekühlt werden muss? In welcher Höhe liegt der Stromverbrauch?

    Am Beispiel der Bahnstrecke wird das mobile WLAN-Netzwerk in den Zügen von den Mobilfunkmasten entlang der Bahnstrecken gespeist. Die benötigte Leistung der Antenneneingangsleistung ist davon abhängig welcher Kategorie der Sendemast angehört.
    Kategorie 1: < 15 Watt | Kategorie 2: 15 - 50 Watt | Kategorie 3: 50 - 100 Watt | Kategorie 4: > 100 Watt.

    Beim Mobilfunk hängt die verfügbare Leistung von der Anzahl der gleichzeitig geführten Gespräche und übertragenen Datenmenge ab. Wir konnten leider keine genauen Zahlen zu den Stromverbräuchen oder etwaigen Kühlleistungen finden. Jedoch verbessern die Mobilfunkanbieter laufend die Energieeffizienz der Rechenzentren, Technikräume und Mobilfunkstationen. Auch der Einsatz von erneuerbaren Energien wird immer mehr verstärkt.
    http://www.senderkataster.at/

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